Wursthülle aus gebrauchten Speiseöl leistet Beitrag zur Kreislaufwirtschaft
Unser Partner Viscofan hat eine nachhaltige, mehrschichtige Wursthülle entwickelt, die bio-zirkuläres Polyamid 6 aus unserem Durethan®-Portfolio verwe...
von Pim Janssen
Market Development Manager, Envalior
Mit sich wandelnden globalen Vorschriften und Marktanforderungen stehen Hersteller von Sanitärsystemen zunehmend unter Druck, bleifreie und leistungsfähige Komponenten zu entwickeln. Herkömmliche Materialien wie Messing und Kupfer werden ersetzt, um eine Kontamination des Trinkwassers mit Blei zu verhindern. Viele Kunststoffe erfüllen die technischen Anforderungen der Sanitärindustrie nicht, wodurch fortschrittliche Materialien unerlässlich sind, um Sicherheit, Langlebigkeit und Nachhaltigkeit in modernen Sanitärsystemen zu gewährleisten.
Das Vorhandensein von Blei im Trinkwasser stellt erhebliche gesundheitliche Risiken dar, insbesondere für Säuglinge und Kinder, die besonders empfindlich gegenüber Bleiexposition sind. Bleiverunreinigungen entstehen häufig durch korrodierende Sanitärkomponenten aus Messing, Kupfer oder Bleilot. Als Reaktion darauf verstärken globale Initiativen die regulatorischen Anforderungen, um die Sicherheit des Trinkwassers zu gewährleisten.
In der Europäischen Union (EU) wurden durch die aktualisierte Trinkwasserrichtlinie strengere Grenzwerte für den Bleigehalt eingeführt, mit dem Ziel, diese Werte um die Hälfte zu reduzieren. Ebenso schreibt der US-amerikanische Safe Drinking Water Act (SDWA) vor, dass alle Sanitärkomponenten strenge „bleifreie“ Kriterien erfüllen müssen, definiert als ein maximal gewichteter Durchschnitt von 0,25 % Blei über benetzte Oberflächen. Für Endgeräte und Armaturen, die eine NSF61-Zertifizierung benötigen, gelten die Bleikriterien alsnoch strenger seit 2024. Zusätzlich wurde ein globales Engagement auf der UN-Wasserkonferenz 2023 eingeführt und betont internationale Bemühungen zur Eliminierung von Blei in Trinkwassersystemen.
Um diese regulatorischen Anforderungen zu erfüllen, greifen Hersteller zunehmend auf Spezialpolymere als Ersatz für traditionelle Metalle in Sanitäranwendungen zurück. Envalior’s EcoPaXX® (PA4.10), ForTii® (PPA) und Xytron™ (PPS) bieten leistungsstarke, bleifreie Lösungen für Anwendungen mit Wasserkontakt. Diese Werkstoffe erfüllen weltweit die Zertifizierungsstandards für Trinkwasser und sind in Ausführungen mit 30-60% Glasfaseranteil erhältlich.
EcoPaXX® Q-DWX10 (GF50%) und Q-DWX12 (GF60%) sind besonders gut geeignet für Armaturen- und Thermostatgehäusekomponenten und bieten ein geringes Risiko für Bauteilausfälle und Wasseraustritt. Die Vorteile umfassen:
Tests belegen, dass EcoPaXX mehr als 1 Million Zyklen unter variierenden Wassertemperaturen besteht und somit zuverlässige Leistung für globale Sanitärmärkte einschließlich USA, Europa und China gewährleistet.
Bleifreie Lösungen von Envalior erfüllen vollständig die wichtigsten Trinkwasserzertifizierungen, einschließlich:
Durch Nutzung der Expertise von Envalior erhalten Hersteller Zugang zu Materialien, die diesen Zertifizierungen entsprechen und die Konformität in verschiedensten Märkten weltweit sicherstellen.
Als globaler Marktführer für fortschrittliche Materiallösungen unterstützt Envalior Hersteller bei der Bewältigung der Herausforderungen der Wasserindustrie. Unser umfassendes Portfolio umfasst auf zukünftige Anforderungen zugeschnittene Werkstoffe, die durch fundierte Forschung, Tests und die Zusammenarbeit mit OEMs und Tier-Lieferanten abgesichert sind.
Kontaktieren Sie uns noch heute um zu erfahren, wie unsere bleifreien Polymere Ihnen helfen können, sicherere und nachhaltigere Sanitärkomponenten zu konstruieren und regulatorische Anforderungen zu übertreffen.
Nach dem Erwerb seines Ph.D. in supramolekularer und organischer Chemie begann Pim Janssen seine Laufbahn bei Envalior als Chemiker für die technischen Kunststoffe Akulon (PA6) und das biobasierte EcoPaXX (PA410). Anschließend sammelte er mehrere Jahre Erfahrung in der Produktentwicklung und im Programmmanagement für Hochtemperaturpolyamide wie ForTii (PPA), Stanyl (PA46), EcoPaXX (PA410) und Xytron (PPS). Im Jahr 2018 wechselte er ins Business Management Team als Market Development Manager für Wasser- und Lebensmittelkontakt, industrielle Anwendungen sowie zur Entwicklung eines unverstärkten PPA-Portfolios.
Unser Partner Viscofan hat eine nachhaltige, mehrschichtige Wursthülle entwickelt, die bio-zirkuläres Polyamid 6 aus unserem Durethan®-Portfolio verwe...