Ein Vergleich verschiedener Verarbeitungsverfahren für Leichtmetalle sowie Verbundwerkstoffe auf Basis von Duroplasten und Thermoplasten verdeutlicht, dass ein zunehmender Integrationsgrad – wie ihn Tepex® ermöglicht – mit einer erheblichen Vereinfachung des Prozesses einhergeht. Das Risiko von Verunreinigungen zwischen den einzelnen Prozessschritten wird entsprechend reduziert, insbesondere wenn Nachbearbeitungsschritte wie Schleifen oder Polieren entfallen.
Dies ist beispielsweise bei aufwendig lackierten Gehäuseteilen für Computer oder Mobiltelefone von Bedeutung. Weniger Prozessschritte bedeuten einen geringeren Fertigungsaufwand für Maschinen und Anlagen sowie eine bessere Energiebilanz, da wiederholtes Abkühlen und Aufheizen entfällt.
Operation Clean Sweep
Mikroplastik ist mittlerweile weltweit in der Umwelt nachweisbar. Schätzungen zufolge gibt es in den Weltmeeren inzwischen mehr Mikroplastikpartikel als Plankton. In der Wüste, in der Arktis, auf dem Mount Everest, in unserer Landwirtschaft und in der Luft – überall wurden bereits signifikante Mengen Mikroplastik nachgewiesen. Kunststoffpartikel wurden auch in unserer Nahrung gefunden, beispielsweise in Fisch, Meeresfrüchten, Salz und Honig.
Jede und jeder von uns trägt dafür Verantwortung. Ein Großteil des Mikroplastiks in der Umwelt entsteht durch Reifenabrieb und das Waschen von Kleidung aus synthetischen Fasern.
Auch die kunststoffverarbeitende Industrie ist sich ihrer Verantwortung bewusst. Plastics Europe – der Verband der Kunststofferzeuger, dessen mehr als 100 Mitgliedsunternehmen aus 27 Mitgliedsstaaten mehr als 90 % der europäischen Kunststoffe produzieren – hat sich der Initiative OperationCleanSweep(OCS) angeschlossen. Dies ist eine weltweite Initiative, um durch Produktionsrückstände verursachte Umweltverschmutzung mit Kunststoff-Granulat gezielt zu verhindern.
OCS ist eine Zertifizierung, die wir zusätzlich zu unserem bestehenden Umweltmanagement-Zertifikat erwerben können, sofern wir die Anforderungen erfüllen. Zuerst müssen wir uns offiziell zum Programm und dessen Bedingungen verpflichten. Anschließend beginnt die eigentliche Arbeit, denn wir müssen uns kritisch hinterfragen, prüfen, an welchen Stellen im Produktionsprozess Kleinpartikel-Kunststoff (Granulat/Pulver) in die Umwelt gelangen könnte, und Mechanismen zur Vermeidung entwickeln.
Envalior strebt an, dass bis Ende 2025 alle europäischen Produktionsstandorte die OCS-Audits erfolgreich durchlaufen haben.